Biogas

Die Entstehung von Biogas

Alles spricht von Biogas – aber wo kommt es her? Diese Frage wollen wir Ihnen hier beantworten.

Biogas entsteht in einem mikrobiellen Prozess unter Luftausschluss, der Vergärung. Gut abbaubar sind Inputstoffe (Substrate), die viel Fett, Kohlehydrate und Proteine enthalten. Weniger gut funktioniert der Abbau von Lignin, dem Stoff, aus dem Holz hauptsächlich besteht.

Das Personal „füttert“ die Karbener Biogasanlage täglich und achtet dabei auf eine ausgewogene Mischung aus etwas mehr als 30% Gülle und 70% nachwachsende Rohstoffe.

Jährlich werden ca. 43.000 Tonnen Substrat, davon ca. 35% Wirtschaftsdünger, in die Fermenter gegeben.

Im Fermenter passieren viele mikrobiologische Vorgänge gleichzeitig, ebenso kompliziert wie sensibel. Nur so viel: Die Substrate werden vor der Zuführung in den Fermenter mechanisch zerkleinert, um die Angriffsfläche für Bakterien zu erhöhen.

  1. Im Behälter angekommen, macht sich eine Bakteriengruppe daran, große Moleküle in kleinere zu zerlegen.
  2. Eine weitere Bakteriengruppe bildet daraus organische Säuren, z.B. Butter- oder Ameisensäure.
  3. Nachdem sich eine dritte Bakteriengruppe damit beschäftigt hat, aus diesen Säuren Wasserstoff, Kohlendioxid und Essigsäure zu generieren,
  4. fertigt die vierte und letzte Gruppe von Mikroorganismen aus diesen Teilprodukten Methan an.

Wichtig sind eine regelmäßige Fütterung, vorsichtiges Rühren in angemessener Geschwindigkeit und qualitativ hochwertige Substrate, die möglichst wenig variieren. Besonders die methanproduzierenden Mikroorganismen reagieren nämlich sehr sensibel auf Veränderungen. Einer der wichtigsten Parameter dabei ist die Temperatur. Bei ca. 40°C fühlen sich die Mikroorganismen wohl und arbeiten optimal.

Auf das Methan kommt es an, denn es setzt bei seiner Verbrennung sehr viel Energie frei. Es ist im Rohbiogas zu ca. 52-54% enthalten und teilt sich den Platz in der Gasblase mit Kohlenstoffdioxid, welches so gut wie gar nicht brennbar ist.